{"id":6268,"date":"2021-05-05T14:14:40","date_gmt":"2021-05-05T12:14:40","guid":{"rendered":"https:\/\/book2net.net\/?p=6268"},"modified":"2021-05-05T21:09:35","modified_gmt":"2021-05-05T19:09:35","slug":"buchbindung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/book2net.net\/de\/2021\/05\/05\/buchbindung\/","title":{"rendered":"Buchbindung"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p><span style=\"font-size: 120%;\">Buchbindungen, die den heutigen sehr \u00e4hnlich sind, gab es bereits im ersten Jahrhundert nach Christus. &nbsp;Zuvor wurden &nbsp;geschriebene Manuskripte vorwiegend in gerollter Form aufbewahrt. Die fr\u00fchesten gebundenen Sammlungen von losen Bl\u00e4ttern werden als&nbsp; \u201eCodices\u201c bezeichnet. Sie wurden nach der Methode der sog. koptischen Bindung zusammengefasst, bei der &nbsp;mehrere Lagen Papier durch das Verschlingen eines Fadens miteinander verbunden werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 120%;\">Bereits &nbsp;im 2. Jahrhundert kamen dann B\u00fccher mit einem weichen Einband auf. Derartige fr\u00fche Exemplare lassen sich am ehesten mit unseren modernen Taschenb\u00fcchern vergleichen; sie hatten entweder gar keinen Einband oder einen weichen Einband aus Pergament oder Papier. Sp\u00e4ter begannen Buchbinder mit Einb\u00e4nden aus Holz zu experimentieren, die h\u00e4ufig mit Leder bezogen waren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 120%;\">Das \u00e4lteste gebundene Buch der westlichen Welt ist das St. Cuthbert Evangelium, das in das &nbsp;8. Jahrhundert n. Chr. datiert wird und sich heute in der British Library befindet. Durch wissenschaftliche Untersuchungen, u.a. &nbsp;einem CT-Scan, lie\u00dfen sich detaillierte &nbsp;Einblicke in den Aufbau des Buches gewinnen. Man fand heraus, dass sich zwischen dem Leder und den Holzbrettern ein lehmartiges Material befindet, wodurch das Muster auf dem Deckel erh\u00f6ht wurde.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 120%;\">Als sich die mittelalterliche Buchbinderkunst weiterentwickelte, wurden bei einigen B\u00fcchern Klammern zur Stabilisierung hinzugef\u00fcgt. \u00c4hnliche Bindungen fanden sich bei B\u00fcchern &nbsp;mit Pergamenteinband. Da Pergament gegen Feuchtigkeit aber sehr empfindlich ist, wurden B\u00fccher mehr und mehr mit Stoff eingebunden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 120%;\">Heutzutage tragen wir das Wissen der Welt mit unseren Smartphones herum, in fr\u00fcheren Jahrhunderten &nbsp;konnte es jedoch nur in B\u00fcchern aufbewahrt und weitergegeben werden. Zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert stieg die Quote derjenigen, die des Lesens m\u00e4chtig waren, und darauf folgte eine innovative Art des Buchbindens: das Beutel- oder G\u00fcrtelbuch. Diese B\u00fccher besa\u00dfen \u00fcber dem Ledereinband einen zweiten Bezug, mit dem sie am G\u00fcrtel befestigt werden konnten. Dies erm\u00f6glichte es der gebildeten, reichen b\u00fcrgerlichen Bev\u00f6lkerung, B\u00fccher (haupts\u00e4chlich religi\u00f6se Texte) stets bei sich zu tragen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 120%;\">Im Laufe der Zeit wurden B\u00fccher immer aufwendiger gestaltet. Die Erfindung und Verbreitung von Papier erlaubte es, B\u00fccher in einer bisher dahin nicht m\u00f6glichen Auflagenh\u00f6he herzustellen. Diese steigenden M\u00f6glichkeiten erforderten zugleich eine gewisse Automatisierung des Bindevorgangs. Um mit der sich steigernden Nachfrage Schritt zu halten, mussten sowohl die verwendeten Materialien als auch die Techniken \u00fcberdacht werden. Im Zuge der Industrialisierung des 19. Jahrhunderts wurden B\u00fccher nicht mehr ausschlie\u00dflich in rein handwerklicher T\u00e4tigkeit gebunden. Zunehmend \u00fcbernahmen Herausgeber den gesamten Herstellungsprozess eines Buches, vom Druck bis zur Bindung. B\u00fccher wurden auf spr\u00f6dem Papier gedruckt und bis zum Ende des Jahrhunderts erhielten fast alle B\u00fccher einen Leineneinband. Viele Bibliotheken haben diese B\u00fccher mit einem neuen Einband versehen, wobei heutzutage versucht wird, die alten Einb\u00e4nde zu erhalten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 120%;\">Im 20. Jahrhundert war das Buchbinden vollst\u00e4ndig mechanisiert und der Klebstoff ersetzte den Faden, um die Seiten zusammenzuhalten. Doch nicht Jeder war von dieser industriellen Revolution begeistert. Buchbinder sehen ihr Handwerk als eine Kunst und nicht einfach nur als n\u00fctzlich. Um diesem Trend entgegenzuwirken, versuchen Buchbinder auch weiterhin den Wert der traditionellen Techniken an die Gesellschaft zu vermitteln. Es gibt Wettbewerbe, die eindrucksvoll vermitteln, dass es sich hier um eine Kunstform handelt; eine Kunstform, die immer nach Perfektion strebt.<\/span><\/p>\n<div class=\"row\"  id=\"row-1592200711\">\n\n\n\t<div id=\"col-833486840\" class=\"col small-12 large-12\"  >\n\t\t\t\t<div class=\"col-inner\"  >\n\t\t\t\n\t\t\t\n\n\t<div id=\"gap-771024447\" class=\"gap-element clearfix\" style=\"display:block; height:auto;\">\n\t\t\n<style>\n#gap-771024447 {\n  padding-top: 30px;\n}\n<\/style>\n\t<\/div>\n\t\n\n<div class=\"container section-title-container\" ><h3 class=\"section-title section-title-normal\"><b><\/b><span class=\"section-title-main\" >\u00c4hnliche Themen<\/span><b><\/b><\/h3><\/div>\n\n\n  \n    <div class=\"row large-columns-3 medium-columns-1 small-columns-1 has-shadow row-box-shadow-2 row-box-shadow-5-hover slider row-slider slider-nav-reveal slider-nav-push\"  data-flickity-options='{&quot;imagesLoaded&quot;: true, &quot;groupCells&quot;: &quot;100%&quot;, &quot;dragThreshold&quot; : 5, &quot;cellAlign&quot;: &quot;left&quot;,&quot;wrapAround&quot;: true,&quot;prevNextButtons&quot;: true,&quot;percentPosition&quot;: true,&quot;pageDots&quot;: false, &quot;rightToLeft&quot;: false, &quot;autoPlay&quot; : false}' >\n\n  <div class=\"col post-item\" >\n\t\t\t<div class=\"col-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"box box-normal box-text-bottom box-blog-post has-hover\">\n          \t\t\t\t\t<div class=\"box-text text-left\" >\n\t\t\t\t\t<div class=\"box-text-inner blog-post-inner\">\n\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h5 class=\"post-title is-large \">\n\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/book2net.net\/de\/2021\/05\/05\/bucharten\/\" class=\"plain\">Bucharten<\/a>\n\t\t\t\t\t<\/h5>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"is-divider\"><\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p class=\"from_the_blog_excerpt \">\n\t\t\t\t\t\tEin Buch (lateinisch liber) ist nach traditionellem Verst\u00e4ndnis eine Sammlung [...]\t\t\t\t\t<\/p>\n\t\t\t\t\t                    \n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/book2net.net\/de\/2021\/05\/05\/bucharten\/\" class=\"button  is-underline is-large mb-0\">\n\t\t\t\t\t\t\tWEITER LESEN\t\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div><div class=\"col post-item\" >\n\t\t\t<div class=\"col-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"box box-normal box-text-bottom box-blog-post has-hover\">\n          \t\t\t\t\t<div class=\"box-text text-left\" >\n\t\t\t\t\t<div class=\"box-text-inner blog-post-inner\">\n\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h5 class=\"post-title is-large \">\n\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/book2net.net\/de\/2021\/05\/05\/buchformate\/\" class=\"plain\">Buchformate<\/a>\n\t\t\t\t\t<\/h5>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"is-divider\"><\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p class=\"from_the_blog_excerpt \">\n\t\t\t\t\t\tDas Buchformat gibt an, wie viele Bl\u00e4tter ein Buchdrucker aus [...]\t\t\t\t\t<\/p>\n\t\t\t\t\t                    \n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/book2net.net\/de\/2021\/05\/05\/buchformate\/\" class=\"button  is-underline is-large mb-0\">\n\t\t\t\t\t\t\tWEITER LESEN\t\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div><\/div>\n\n\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\n\t\n\n<\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buchbindungen, die den heutigen sehr \u00e4hnlich sind, gab es bereits im ersten Jahrhundert nach Christus.  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