Metamorfoze

Metamorfoze ist das nationale Programm der Niederlande zur Erhaltung des papierenen Kulturerbes. Das Programm ist eine Initiative des Ministeriums für OCW (Bildung, Kultur und Wissenschaft) und begann 1997 als Kooperation zwischen der Koninklijke Bibliotheek (Nationalbibliothek der Niederlande) und dem Nationaal Archief (Nationalarchiv). Koordiniert wird das Programm vom Bureau Metamorfoze, das an der Nationalbibliothek angesiedelt ist und Kulturinstitutionen bei der Erarbeitung und Durchführung von Digitalisierungsprojekten berät. Das Bureau ist auch für die Veröffentlichung von Informationsmaterial verantwortlich und hat im Rahmen seines nationalen Auftrages Richtlinien für die Digitalisierung von Büchern und Papierdokumenten erstellt, die heute international als einer der wichtigsten Standards anerkannt sind.

Die für Metamorfoze erstellten Digitalisate müssen bestimmten Qualitätsstandards entsprechen, so dass sie als Ersatz für das Originalobjekt dienen können. Für unterschiedliche Materialien gelten jedoch unterschiedliche Anforderungen.

Die Metamoforze Dgitalisierunsgrichtlinien sind als PDf online zugänglich: https://www.metamorfoze.nl/sites/default/files/publicatie_documenten/Metamorfoze_Preservation_Imaging_Guidelines_1.0.pdf

Zudem stellt Metamorfoze auch eine Checkliste zur Digitalisierung wertvoller Manuskripte bereit: https://www.metamorfoze.nl/sites/default/files/publicatie_documenten/Checklist%20for%20the%20digitisation%20of%20manuscripts%20-%202.0%20-%20Ilse%20Korthagen%2C%20Femke%20Prinsen%2C%20Lieve%20Watteeuw%20and%20Bruno%20Vandermeulen%20-%202019.pdf

 

Grundsätzlich unterscheidet Metamorfoze drei Qualitätsstufen:

Einfach

Extra Light

Mittel

Light

Konservatorisch

(manchmal auch als “strict” bezeichnet)

Der Zweck dieser Qualitätsstufen besteht jedoch nicht darin, ein grundsätzlich  negatives Urteil über Digitalisierungen abzugeben, die mit einer Qualität unterhalb der konservatorischen Qualitätsstufe  ausgeführt werden.

Es gibt Anwendungsfälle, in denen es völlig genügt, nur eine untere Qualitätsstufe zu erreichen. Dies gilt insbesondere bei Projekten, bei denen die Lesbarkeit des reinen Textmaterials von höherem Interesse ist als eine Genauigkeit der Ton- und Farbwerte. Wenn der Auftraggeber das Ergebnis deutlich ablesen kann, dann ist in diesem Fall die erzielte Qualität für die Aufgabe mehr als ausreichend erfüllt.

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