VIS-Spektroskopie

Die VIS-Spektroskopie (auch VIS-Spektrometrie) ist eine Variante der Spektroskopie, bei der die Reflexion bzw. Absorption des Lichts im sichtbaren Spektralbereich (englisch: „visible“, kurz VIS) im Wellenlängenbereich von ca. 400 bis 780 Nanometer auf der Oberfläche eines Objektes gemessen wird. Sie wird für qualitative und quantitative Analysen genutzt, u.a. in der Kriminaltechnik und Kunsttechnologie.

Insbesondere bei kunsttechnologischen Untersuchungen erfolgt dies oftmals in Kombination als UV-VIS-Absorptionsspektroskopie. Dies ermöglicht die Identifizierung von Pigmenten (meist anorganisch) und Farbstoffen (organisch) unabhängig von ihrem Trägermaterial (Gemälde, Graphik, Wandmalerei, Möbel, Textilien etc.).

Das Verfahren nutzt die selektive Wechselwirkung von elektromagnetischer Strahlung aus dem sichtbaren Licht und seiner angrenzenden Wellenlängenbereiche mit den zu untersuchenden Materialien; hierbei wird ein Teil des eingestrahlten Lichts absorbiert, ein Teil reflektiert. Daraus resultiert ein spezifisches Spektrum für jedes Material, sozusagen ein optischer Fingerabdruck. Dieser kann mit Referenzmaterialien verglichen werden und so zu einer Identifizierung des Farbmittels führen.

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