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UV-Licht

UV-Licht,  auch als Ultraviolett-Strahlung oder UV-Strahlung bezeichnet, kann der Mensch nicht sehen, sondern nur spüren. Die wohl bekannteste natürliche Quelle des UV-Lichts ist die Sonne. Künstlich kann man UV-Strahlung mithilfe von Quecksilberdampflampen und speziellen Lichtquellen erzeugen. UV-Licht wird entsprechend seiner Wellenlänge in die drei Kategorien UV-A, UV-B und UV-C eingeteilt.  Das kurzwellige UV-C-Licht wird größtenteils von der Ozonschicht absorbiert und gelangt so nicht auf unsere Haut. Das UV-B-Licht schafft es schon etwas weiter, wird jedoch ebenfalls durch die Wolkenschichten zu 90% unschädlich gemacht. Das UV-A-Licht hingegen ist für Sonnenbrand, Augenschäden, Hautkrebs und weitaus mehr biologische Schäden verantwortlich.

UV-Strahlung kann bei empfindlichen Kunstwerken, insbesondere bei Werken aus Papier, wie Graphiken, Handschriften oder Bücher,  zu unwiederbringlichen Schäden führen. Abhängig von Zeitdauer und Lichtstärke werden durch die Exposition biochemische Prozesse gestartet, die den organischen Alterungsprozess beschleunigen und zu Strukturveränderung von Papier, Tinte und Farbe führen. – Daher verwenden wir in unseren Scansystemen regulierbare LED-Lichteinheiten zur schonendsten Beleuchtung der Vorlagen.

Andererseits wird UV-Licht (UV-Fluoreszenz) im kunstwissenschaftlichen Bereich als Untersuchungsmethode eingesetzt, um z.B. Oberflächenerscheinungen oder verblasste Tinten an Kunstwerken, die das bloße Auge nicht wahrnehmen kann, durch gezieltes Anregen mit Licht bestimmter Wellenlängen sichtbar zu machen. Diesen gezielten Einsatz von UV-Licht verwenden wir ausschließlich in unserem Multispektralsystem.

Umweltschutz

Umweltschutz bezeichnet die Gesamtheit aller Maßnahmen zum Schutze der Umwelt, bei denen ökologisches Handeln im Vordergrund steht.

Wir handeln ökologisch und rücksichtsvoll und sagen „JA“ zum Standort Deutschland. Bei der Entwicklung und Produktion unserer Scanner legen wir besonderen Wert auf den niedrigen Energieverbrauch, nicht nur beim fertigen Produkt, sondern auch schon auf dem Weg dorthin. Außerdem bieten wir als Alternative zum Neukauf die komplette Überarbeitung der Scansysteme auf den neuesten Stand an.

Wir recyclen alles, was recycelt werden kann, und arbeiten wenn nötig ausschließlich mit zertifizierten Entsorgungsbetrieben zusammen.

Unterzeichnung

Unterzeichnung wird in der Kunstwissenschaft, insbesondere der Gemäldeforschung, eine vom Künstler ausgeführte Vorzeichnung genannt, die sich direkt auf der Grundierung des Bildträgers befindet und von einer oder mehreren Farbschichten überdeckt ist. Sie kann daher in der Regel vom menschlichen Auge nicht wahrgenommen werden. Der Begriff Unterzeichnung dient zur Unterscheidung des allgemeineren Begriffes Vorzeichnung, der auch Vorstudien eines Künstlers beinhaltet, die gesondert auf Papier oder Karton angefertigt wurden.

Ältere Gemälde sind zumeist in irgendeiner Form unterzeichnet. Die Kunstwissenschaft unterscheidet dabei zwei grundsätzliche Techniken:

  1. Die Ritzung mit einer Nadel, wie sie besonders in mittelalterlichen Gemälden mit Goldgründen zu finden ist

  2. Die Verwendung von Mal- und Zeichenmaterialien, wie sie auch für Handzeichnungen verwendet werden, u.a. Graphit, Kohle, Kreide, Tinte, Tusche und Bleiweiß (Deckweiß)

Die Sichtbarmachung von Unterzeichnungen birgt ein großes Potential für die kunstwissenschaftliche Forschung im Hinblick auf Fragen zu Entstehungsprozessen (Werkgenese), verwendeten Materialien und Ausführungstechniken sowie Zuschreibung und Authentizität (Original oder Kopie).

Heute können mit den Methoden der Multispektralfotografie, insbesondere der Infrarotreflektografie (vormals auch Infrarotfotografie), gezielt unterschiedlichste Schichten und Malmaterialien eine Gemäldes sichtbar gemacht und wissenschaftlich analysiert werden.