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Dokumentenscanner

Dokumentenscanner sind in der Regel Einzugsscanner, die auf Produktivität ausgelegt sind, um mit hoher Geschwindigkeit einen möglichst hohen Durchsatz an Dokumenten zu scannen. Sie sind im Wesentlichen wie ein Faxgerät aufgebaut, arbeiten jedoch heutzutage mit zusätzlichen Funktionen wie Graustufen, Farberkennung, Einzugskontrolle etc.

Der offensichtlichste Nachteil der Einzugsscanner liegt in der ausschließlichen Verarbeitung von Einzelseiten (Vorder- und Rückseite). Dokumentenscanner punkten daher insbesondere bei der Massendigitalisierung hochvolumiger, aus Einzelseiten bestehender Dokumentenstapel. Gebundene Vorlagen können mit dieser Scanner-Art jedoch nicht digitalisiert werden. Zudem verlangen Einzugsscanner in der Regel einen guten Zustand der Vorlagen, da die Dokumente durch den Einzug einer stärkeren Belastung als beim kontaktlosen Scannen mit Auflichtscannern ausgesetzt sind. Zudem kann es beim Einzug glatter Vorlagen, wie z. B. Fotos, zu unangenehmen Randverzerrungen kommen.

Book2net bietet mit der SCAMIG Serie Dokumentenscanner im High-End-Bereich an, die über einzigartige Funktionalitäten wie sensorische Einzugs- und Durchlaufkontrolle, Slow-Down-Option, papierschonenden Bandtransport, schonende LED-Beleuchtung und höchste Farbtreue gemäß ISO 19264-1 Standard verfügen. Damit ist es möglich, auch sensible Vorlagen und Dokumente unterschiedlichster Größe, wie z.B. Archivmaterial, zugleich schonend und effizient zu digitalisieren.

Mit der Kombination unseres Dokumentenscanners SCAMIG 210 mit diversen Modellen unserer book2net Auflichtscanner als hybrides Scansystem bieten wir unseren Kunden zudem eine einzigartig variable und produktive Scanlösung mit gemeinsamer Anwendersoftware an.

Digitalisierungsrichtlinien

Warum sind Digitalisierungsrichtlinien wichtig?:

Die Qualität eines Digitalisierungsprozesses unterliegt verschiedensten Faktoren. Sie ist abhängig von Komponenten wie der verwendeten Scanner-Hardware (Sensortechnologie und Qualität des Objektivs), entscheidend aber auch von der Lichteinstrahlung (interne, steuerbare Beleuchtung im Scansystem, externe, oftmals nicht kontrollierbare Einstrahlung durch natürliches oder künstliches Raumlicht). Ebenso können die Wandfarbe des Raumes, des Scansystems selbst oder sogar die Kleidung der Anwender Einfluss auf die Qualität des Ergebnisses haben. Weiter Faktoren betreffen vor- oder nachgelagerte Algorithmen zur Bildbearbeitung bzw. zum Farbmanagement.

Insbesondere die Digitalisierung kostbarer kultureller Objekte sollte so schonend und qualitätvoll wie möglich erfolgen, um auch künftigen Generationen dadurch nachhaltig einen Zugang zu den Daten zu ermöglichen. Dabei stellt sich die Frage nach den bestmöglichen Konzepten und Methoden, die eine konstante Qualität der Scanergebnisse bei geringster physischer Belastung gewährleisten. Die Erarbeitung und Einhaltung von Richtlinien sollte daher für jedes Projekt zur Digitalisierung von Kulturgut eine zwingende Voraussetzung sein. Das Navigieren durch die Vielzahl der auf dem Markt zur Verfügung stehenden Scan-Systeme und Analyse-Tools kann jedoch für den Anwender eine enorme Herausforderung darstellen.

Die beiden derzeit populärsten Digitalisierungsrichtlinien, die auch für uns die maßgeblichen Standards definieren, kommen aus den Vereinigten Staaten (FADGI – Federal Agencies Digitization Guidelines Initiative) sowie den Niederlanden (Metamorfoze Preservation Imaging Guidelines – ein Kooperationsprojekt der Nationalbibliothek und dem Nationalarchiv der Niederlande). Sie entstanden aus der Notwendigkeit heraus, einen objektiven Anforderungskatalog zu erstellen, welche staatliche und öffentliche Institutionen als Kriterien bei der Beschaffung von Scansystemen zugrunde legen können.

Zur Vereinheitlichung dieser beiden unterschiedlichen Ansätze hat die ISO (International Organization for Standardization) seit 2012 eine neue Standardnorm erarbeitet, die sich in den drei Dokumentationen ISO 19262, ISO 19263 und ISO 19264 wiederfinden. ISO 19262 dokumentiert die Begriffe, die im Bereich der Bilderfassung verwendet werden, um ein einheitliches Vokabular zur generieren. ISO 19263 beschreibt die technischen Arbeitsprozesse und liefert detaillierte Informationen darüber, wie die Messungen am besten durchgeführt werden. ISO 19264 schließlich beschreibt die Messungen im Detail sowie Ziele und Toleranzwerte für verschiedene Aspekte. Dabei werden u.a. die Hauptmerkmale von Bildqualität, die Metrik zur Bewertung dieser Qualitätsmerkmale, die Vorgehensweise bei der Bildqualitätsanalyse sowie die Ergebnisdokumentation spezifiziert.

Wir empfehlen Ihnen die Durchsicht dieser Dokumente zur Durchführung Ihrer Projekte, auch wenn Sie nicht verpflichtet sind, bestimmte Richtlinien einzuhalten.

Hier können Sie sich weiterführend informieren:

FADGI
Website: http://www.digitizationguidelines.gov/
PDF Digitalisierungsrichtlinien zum Download: http://www.digitizationguidelines.gov/guidelines/FADGI_Still_Image_Tech_Guidelines_2016.pdf

 METAMORFOZE

Website: https://www.metamorfoze.nl/
PDF Digitalisierungsrichtlinien zum Download: https://www.metamorfoze.nl/sites/default/files/publicatie_documenten/Metamorfoze_Preservation_Imaging_Guidelines_1.0.pdf

ISO-Standard
PDF Digitalisierungsrichtlinien zum Download Standardization of Image Quality Analysis – ISO 19264

PDF Vokabular: ISO 19262 : 2015 Photography-Archiving Systems – Vocabulary http://www.iso.org/iso/home/store/catalogue_tc/catalogue_detail.htm?csnumber=64219

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Deskew – Ausrichten

Um Ihnen ein  schnelles und produktives Arbeiten zu ermöglichen, ist unsere Software Easy Scan mit einer automatischen Ausrichtefunktion (deskew) ausgestattet. Sie müssen also nicht darauf achten, beim Scannen die Vorlagen exakt gerade auf die Scanfläche zu positionieren. Dies würde unnötig  viel Zeit in Anspruch nehmen und zudem das System für andere Nutzer*innen länger blockieren. Die Software erkennt beim Scanvorgang die Größe und Ausrichtung der Vorlage, schneidet automatisch im Ergebnis die Vorlage aus und korrigiert zugleich die Positionierung. So entsteht mit nur einem Tastendruck ein perfekt ausgeschnittenes und ausgerichtetes Bild.

Noch mehr Komfort bietet  das Software-Modul „Live Control Professional“. Hiermit können Sie  die Schneiderahmen und Ausrichtkorrektur bereits vor dem Scan live im Video-Modus  sehen. Sie  kennen das Ergebnis also bereits vor dem eigentlichen Scanvorgang.

 

DIN-Formate (Papierformate)

Die heute als DIN-Formate bekannten standardisierten Werte für Papierformate wurden vom Deutschen Institut für Normung (DIN) erstmals am 18. August 1922 in der DIN-Norm DIN 476 festgelegt. Sie klassifizieren das Verhältnis zwischen Breite und Höhe eines Papierblattes, das bei allen Blattgrößen gleich ist, nämlich 1: √2.

Nur bei diesem Verhältnis bleibt das durch mittiges Falten über die lange Seite entstehende nächstkleinere Blatt dem Ausgangsblatt geometrisch ähnlich.

Dieses, den DIN-Normen zugrunde liegende Seitenverhältnis geht historisch bis ins 18. Jahrhundert zurück und wurde bereits von  Georg Christoph Lichtenberg 1786 angegeben. Lange Zeit vergessen, wurde es 1910 von Wilhelm Ostwald erneut aufgenommen und anschließend von Walter Porstmann verbreitet und 1922 als DIN‐Norm durchgesetzt.

Die Deutsche Norm diente mit ihren Festlegungen über die A‐ und B‐Reihe als Grundlage für das europäische und internationale Äquivalent EN ISO 216, das wiederum in fast allen Ländern adaptiert worden ist. Unterschiede gibt es meist nur in den erlaubten Toleranzen. Als rein nationale Norm ist DIN 476-2:2008-02 Papier-Endformate – C‐Reihe noch gültig.

DIN ISO 216

Bereich: Bürowesen

Titel: Schreibpapier und bestimmte Gruppen   von Drucksachen –   Endformate – A‐ und   B‐Reihen und   Kennzeichnung der   Maschinenlaufrichtung

Kurzbeschreibung: ISO‐Papierformate

Letzte Ausgabe: Dezember 2007

DIN ISO 216

Bereich: Papier und Papierprodukte für Datenverarbeitung, Büro und Schule

Titel: Papier-Endformate – C‐Reihe

Kurzbeschreibung: keine

Letzte Ausgabe: Februar 2008

ISO- und DIN-Papierformate

Es gibt vier Reihen (A und B nach ISO und DIN, C und das ursprünglich D nach DIN), die jeweils in elf Klassen unterteilt werden, welche nach absteigender Größe von 0 bis 10 durchnummeriert sind.

Die nominelle Fläche eines A0‐Bogens ist ein Quadratmeter, doch durch die Rundung der Seitenlängen auf ganze Millimeter weichen die realen Flächen in der A‐Reihe von einem Quadratmeter beziehungsweise ganzen Bruchteilen davon ab. Dasselbe gilt für ganze Vielfache von √2 bei den anderen Reihen. Wegen der erlaubten Längentoleranzen können die realen Flächen noch weiter abweichen.

DIN Formate

Digitales Repositorium

Online-Informationen müssen genau wie physische Dokumente gut verwaltet und organisiert werden. Sie sollen ebenso gut strukturiert und recherchierbar sein.

Ein digitales Repositorium dient dabei als Knotenpunkt verschiedenster Online-Ressourcen, die vom Anwender für unterschiedlichste Funktionen und Zwecke benötigt werden. Zudem ist ein digitales Repositorium für die langfristige Sicherung spezieller digitaler Inhalte verantwortlich.

Wie funktioniert ein digitales Repositorium?

Digitales Repositorium ist ein weiter Begriff, der den Weg von einem einzelnen Softwaresystem zur Gesamtverwaltung und Planung von online verfügbaren Materialien umfasst. Dies beschränkt sich jedoch nicht nur auf Hardware oder Software, sondern erstreckt sich auch auf Dienste, Prozesse, Inhalte, Regeln, Vorschriften und Metadaten.

Unter Verwendung einer intelligenten Steuerung behalten digitale Repositorien ihren klar definierten permanenten Standort (Webadresse) bei, damit Nutzer keine Schwierigkeiten haben, das gesuchte Material zu finden.

Es lassen sich zwei grundlegende Arten von digitalen Repositorien unterscheiden:

1) Institutionelle Repositorien

2) Fachliche Repositorien

Wie der Name sagt, dienen institutionelle Repositorien der Sammlung von Ressourcen einer bestimmten Institution. Dem gegenüber stehen jene Repositorien, die als fachbasierte Online-Archive für eine bestimmte Fachgemeinschaft dienen und von dieser verwaltet werden.

Vorteile digitaler Repositorien

– Digitale Repositorien sichern und bündeln Wissen und Daten aus einem spezifischen Bereich.
– Sie ermöglichen einen benutzerfreundlichen Fernzugriff auf Ressourcen, die physisch oftmals nur schwierig einzusehen sind.
– Sie ermöglichen zudem Organisationen und Institutionen ihre Daten zu evaluieren und zu qualifizieren.
– Sie reduzieren die Notwendigkeit platzraubender physischer Dokumentenlagerung.

Dauerlicht

Unter Dauerlicht versteht man in der künstlerischen Fotografie eine künstliche Lichtquelle, welche ein Motiv über einen längeren Zeitraum hinweg beleuchtet. Zu den Vorteilen zählt, dass es im Gegensatz zu natürlichem Licht zu keinen Lichtschwankungen kommen kann. Einfluss auf die Helligkeit des zu belichtenden Objektes haben dabei der Abstand zwischen Motiv und Lampe sowie die Leistung der Dauerlichtlampe. Ein weiterer Vorteil einer künstlichen Dauerbeleuchtung besteht darin, dass man die Qualität des Fotos bereits vor der eigentlichen Aufnahme erkennt, da sich Schattenbildung und Helligkeit durch Verstellung der Höhe regulieren lassen. Dies ist besonders in der analogen Fotografie von Bedeutung. Nachteilig ist jedoch, dass das Dauerlicht Farbverfälschungen erzeugen kann, besonders wenn noch etwas Tageslicht mit im Spiel ist.

Unsere Systeme verwenden eine nachhaltige und schonende LED-Beleuchtung: Sie wird standardmäßig nur während des Scans angeschaltet und langsam innerhalb von einer Sekunde hoch- und runtergefahren, um die Augen des Bedieners zu schonen. Diese Bedienungsweise verlängert die Lebensdauer der generell sehr langlebigen LEDs nochmals zusätzlich.

DPI

DPI heißt „Dots per Inch“, also (Druck)-Punkte pro Zoll, und beschreibt die Punktdichte. 300 DPI bedeutet, dass ein Drucker 300 winzige Tintenpunkte ausgibt, um jeden Zoll des Drucks auszufüllen. Die Punktdichte ist bei der Bildreproduktion ein Maß für die Detailgenauigkeit einer gerasterten visuellen Darstellung und damit einer der Qualitätsaspekte des technischen Wiedergabeverfahrens. Dabei handelt es sich um die drucktechnische Auflösung, mit der Druckdaten auf ein Trägermedium aufgetragen werden. Die DPI-Zahl hängt vom verwendeten Drucker ab.

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird zwischen DPI und PPI nicht mehr unterschieden. Tatsächlich werden selbst im Fachjargon von Mediengestaltern die Begriffe weitgehend synonym verwendet. PPI beschreibt die Auflösung in Pixel in einem digitalen Bild, wohingegen DPI die Anzahl der Druckpunkte in einem gedruckten Bild beschreibt.