Kategorie-Archive: Glossar

Farbmanagement

Im Gegensatz zum menschlichen Auge, das nahezu beliebig viele verschiedene Farben wahrnehmen kann, besitzt jedes bildverarbeitende Ein- und Ausgabegerät einen eigenen, endlichen Farbraum, den man als gerätespezifischen Farbraum bezeichnet. So stellt etwa ein normaler RGB-Bildschirm Farben aus einer Kombination von jeweils 256 Rot-, Grün- und Blau-Tönen dar; das entspricht einer maximalen Anzahl von 16.777.216 darstellbaren Farbtönen. Aber selbst mittels dieser enormen Anzahl kann nicht jede Farbe dargestellt werden, die das menschliche Auge wahrnimmt. Zudem geben auch Geräte, die in demselben Farbraum arbeiten, Farben abweichend wieder.

Um daher über unterschiedliche Geräte hinweg – etwa innerhalb der Prozesskette von Scanner, bildbearbeitendem PC, Desktop-Publishing-Viewer und Drucker – eine einheitliche Farbwiedergabe zu gewährleisten, müssen die Bilddaten digital aufeinander abgestimmt bzw. untereinander verrechnet werden. Dies erfolgt durch spezielle Farbmanagement-Module. Sie erstellen für die jeweiligen Geräte Farbprofile, welche die Farben gegenüber einem Referenzfarbraum beschreiben. Die Umrechnung erfolgt auf Basis von ICC-Profilen mit sogenannten Rendering Intents.

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Farbabgleich

Ein professionell durchgeführter Farbabgleich (auch Farbkalibrierung oder Farbprofilierung) dient zur Optimierung und messbaren Vergleichbarkeit der Bildqualität eines Scanners.

Die Wahrnehmung von Farben durch das menschliche Auge ist äußerst subjektiv und zudem von den umgebenden Lichtverhältnissen abhängig. Zudem hat jedes bildgebende Gerät, ob Digitalkamera, Scanner, Monitor oder Farbdrucker gerätespezifische Farbinterpretationen, die sich in unterschiedlichen Farbmodellen, Farbräumen oder Farbtönen bemerkbar machen.

Ein professioneller, individuell auf den jeweiligen Kamerasensor abgestimmter Farbabgleich bei der Installation eines Scanners garantiert daher akkurate Farben von Beginn an.

Der Farbabgleich erfolgt in der Regel mittels eines Farb-Targets, das genormte Farbfelder enthält. Dieses wird gescannt und anschließend vergleicht die Kalibrierungs-Software die vom Scanner ermittelten Farben mit den Sollfarben (die tatsächlichen Farben der einzelnen Farbfelder auf dem Kalibrierungsdia sind genormt). Aus dem Vergleich der Ist-Farben mit den Sollfarben wird dann ein gerätespezifisches Farbprofil (ICC-Profil) erstellt, das nun bei jedem weiteren Scan verwendet wird. Somit lassen sich individuelle Farbfehler eines Scanners korrigieren. Ein solches ICC-Profil wird immer nur für einen bestimmten Scanner erstellt und lässt sich nicht auf ein baugleiches anderes Gerät übertragen.

Der Farbabgleich sollte stets mittels professioneller Farb-Targets mit Farbreferenzstandards erfolgen, die den gängigen Digitalisierungsstandards entsprechen.

Im professionellen Digitalisierungsbereich gehört die Erstellung eines Farbprofil zum Standard-Lieferumfang.

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Kalibrierung

Im Bereich des Farbmanagements werden die Begriffe Kalibrierung und Profilierung oftmals synonym verwendet, obwohl es sich eigentlich um zwei unterschiedliche Prozesse handelt.

Bei der Arbeit mit digitalen Bilddateien sollten sämtliche Eingabegeräte (z.B. Digitalkamera, Scanner) sowie Ausgabegeräte (z.B. Monitor, Drucker) kalibriert und profiliert werden, um Farbfehler aufgrund von fehlerhaften Geräten zu vermeiden.

Bei der Kalibrierung werden Geräte auf technische Randbedingungen (am Bildschirm zum Beispiel die Einhaltung einer bestimmten Farbtemperatur) getrimmt; bei der Profilierung hingegen werden die Geräte vermessen und ein zugehöriges ICC-Profil wird erstellt. Die Kalibrierung erfolgt also strenggenommen vor der Profilierung, wird jedoch oft mittels spezieller Tools in einem Durchgang vorgenommen.

Der Unterschied zwischen Kalibrieren und Profilieren lässt sich anschaulich anhand des Beispiels einer digitalen Personenwaage verstehen: Wird die Waage angeschaltet, erfolgt in der Regel eine automatische Kalibrierung, so dass bei vollständiger Nichtbelastung die Anzeige 0 kg erscheint. Eine Profilierung dagegen würde bedeuten, dass für eine bestimmte Anzahl von Referenzgewichten (10 kg, 20 kg, 30 kg etc.) Referenzmessungen erstellt werden und für jedes Referenzgewicht wiederum ein Korrekturwert in einem Profil abgespeichert wird (z.B. dass die Waage bei einer Belastung durch ein Gewicht von 10 kg 5% zu viel anzeigt, beim Auflegen von 50 kg nur noch 3% zu viel und beim Auflegen von 100 kg nur noch 1% zu viel).

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Kontrastumfang

In der Fotografie beschreibt der Kontrastumfang (auch Dynamikumfang) den Unterschied zwischen dem hellsten und dunkelsten Punkt innerhalb eines Bildes. Er wird als Verhältnis von der dunkelsten zur hellsten Stelle angegeben.

In einer Vorlage (Dia, Negativ, Foto) hat der hellste Punkt eine sogenannte Minimaldichte und der dunkelste Punkt eine Maximaldichte. Aus der Differenz von Maximaldichte und Minimaldichte ergibt sich dann der sogenannte Dichteumfang, der in der Fotografie auch als Kontrastumfang bezeichnet wird.

Der Kontrastumfang des Motivs bzw. der Vorlage ist entscheidend zum Ermitteln der richtigen Belichtung: Nur wenn der Belichtungsumfang des Sensors oder Films größer oder gleich dem Kontrastumfang des Motivs ist, lassen sich alle Details des Motivs aufzeichnen. Andernfalls werden Teile des Motivs schwarz und/oder weiß abgebildet.

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Graukeil

Ein Graukeil wird zur Messung des Kontrastumfangs (Dichteumfanges) oder der Tonwertdifferenzierung einer Digitalkamera, Scanners oder Bildschirms verwendet. Es handelt sich um ein Testchart, bei dem ein fließender oder mehrfach abgestufter (Graustufenkeil) Übergang zwischen dunklem Schwarz und hellem Weiß vorhanden ist.

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UTT

Das Universal Test Target (UTT) ist ein einzelnes Testchart, das von der niederländischen Nationalbibliothek (KB) in Zusammenarbeit mit Image Engineering Dietmar Wueller (IE) und dem Fachverband für Multimediale Informationsverarbeitung e. V. (FMI) im Rahmen des Metamorfoze Programms entwickelt wurde.

Ziel war es, ein neues, einheitliches Testchart gestalten, welches die bis dahin gängigen fünf Standard-Testcharts beinhaltet und somit die Handhabung vereinheitlicht. Damit sollte ein Einblick in die gesamte Bildqualität der Scanergebnisse aller Typen von High-End- Kameras und -scannern, auf Basis aktueller ISO-Standards, erzielt werden. Diese werden mit einer speziellen Software erfasst und analysiert, um Informationen über technische Aspekte wie OECF, MTF, Rauschen und Farbgenauigkeit zu liefern.

UTT ist in zwei Versionen erhältlich: gemessen und ungemessen. Die „vermessene“ Version wird mit individuell gemessenen Referenzdaten für das jeweils gekaufte Diagramm geliefert. Die „ungemessene“ Version wird unter Berücksichtigung der Metamorfoze Normen und Toleranzen hergestellt.

Das UTT ist mit einer Vielzahl von Optionen in den Größen DIN A3 bis A0 verfügbar. Dadurch, dass das UTT für alle Arten von Digitalisierungsprojekten und die Bestandserhaltung zutreffend ist, ist es insbesondere für Bibliotheken, Archive und Museen von Bedeutung.

Anspruch der Entwickler des UTT war es, durch den Einsatz des vereinheitlichten Targets im Verlauf des Digitalisierungsprozesses Zeit zu sparen und die Qualität zu verbessern. Allerdings ist zu beachten, dass das UTT aufgrund seiner einfachen Ausführung mit einzeln aufgeklebten Testcharts in der Praxis extrem Fehler anfällig ist und daher äußerst sorgsam behandelt werden muss.

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Testcharts

Testcharts werden benötigt, um bei der Erstellung eines Farbmanagements die Gerätecharakterisierung für eine Kamera, einen Scanner oder einen Drucker zu erstellen. Sie dienen der objektiven Messung der Genauigkeit bzw. der Eigenschaften eines Bildverarbeitungssystems, um dessen effektive Funktion sicherzustellen und langfristig zu gewährleisten.

Testcharts können aus physischen Vorlagen bestehen oder als Fenster in das Bildverarbeitungssystem integriert sein.

Zur Qualitätsmessung im Digitalisierungsbereich wird in der Regel mit physischen Testcharts gearbeitet. Dabei ist zu beachten, dass diese jedoch Alterungsprozessen unterliegen und ausbleichen können. Sie sollten daher sorgfältig und vor Licht geschützt gelagert werden.

Testcharts beinhalten Linien-, Punkt- oder andere Muster sowie zur Überprüfung von Farben eine definierte Anzahl von Farbfeldern, deren Zusammensetzung aus den Prozessfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz bekannt ist. Zu unterscheiden ist zudem zwischen geordneten (visual) und ungeordneten (random) Testcharts, bei denen die Farbfelder zufällig angeordnet werden.

Je nach Aufbau und Komplexität der Testcharts lassen sich damit verschiedene Kriterien der verwendeten Kamera bzw. des Objektivs testen: u.a. die Schärfe in den kritischen Bereichen wie  Bildmitte und Bildrand, chromatische Aberration, Verzeichnung, Vignettierung, Auflösung, Farbwiedergabe, Kontrastumfang, Weißabgleich, Autofokus-Probleme und Bildrauschen bei unterschiedlichen ISO-Einstellungen.

Zur Abgleichung der speziellen Anforderungen werden zumeist verschiedene im Handel erhältliche standardisierte Testcharts eingesetzt. Als Universalstandard wurde zudem auf der Basis aktueller ISO-Standards das Universal Test Target (UTT)  entwickelt, um einen Einblick in die gesamte Bildqualität der Scanergebnisse aller Typen von High End Kameras und Scannern zu erhalten. Allerdings ist zu beachten, dass das UTT aufgrund seiner einfachen Ausführung mit einzeln aufgeklebten Testcharts in der Praxis extrem Fehler anfällig ist und daher äußerst sorgsam behandelt werden muss.

Eine weitere Kombination verschiedener Targets bietet auch das ISA Golden Thread Device Level Target.

Bei book2net arbeiten wir vorzugsweise aus einer Kombination folgender Testcharts:

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Weißabgleich

Mit dem Weißabgleich wird die Kamera des Scanners an die vorherrschenden Lichtverhältnisse angepasst, um eine gleichmäßige Farbtemperatur und damit eine konstante Bildqualität zu gewährleisten. Die Farbempfindlichkeit des Sensors wird dabei auf die jeweiligen Lichtverhältnisse abgestimmt.

Die Wahrnehmung von Weiß ist stark von der Umgebung und der jeweiligen Lichtquelle abhängig. Bei Tageslicht erscheint ein reines Weiß kälter als zum Beispiel bei Neonlicht, wo es grünlicher erscheint. Selbst in einer kontrollierten Umgebung kann dies zum Problem werden.

Während sich das menschliche Auge bzw. das Gehirn sich auf die jeweilige Lichtsituation einstellen kann und quasi intuitiv einen Weißabgleich durchführt und Farbstiche ausgleicht, bildet eine Digitalkamera diese gnadenlos ab: Ist die Digitalkamera z.B. auf Tageslicht eingestellt und die Aufnahme erfolgt bei Kunstlicht, erscheint das Bild rötlich.

Ein benutzerdefinierter Weißabgleich direkt bei der Installation garantiert daher akkurate Farben von Beginn an. Da eine Veränderung der Lichtumgebung auch immer einen neuen Weißabglich notwendig werden lässt, sollte generell beim Einsatz von Auflichtscannern für eine konstante und einheitliche Lichtsituation gesorgt werden.

Der Weißabgleich sollte mittels eines formatfüllenden Scans einer möglichst weißen oder wenigstens neutralgrauen Fläche erfolgen. Häufig wird dafür schlichtes weißes Papier verwendet, das jedoch oftmals optische Aufheller enthält und daher zu verfälschen Ergebnissen mit Farbstichen führen kann.

Bei book2net verwenden wir daher hochpräzise, spektral neutrale Weißabgleich-Targets, um einen präzisen benutzerdefinierten, kamerainternen Weißabgleich unter den lokalen Lichtverhältnissen zu gewährleisten.

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Farbtemperatur

Die Farbtemperatur ist ein Maß zur quantitativen Beschreibung des Farbeindrucks von Lichtquellen; die Maßeinheit der Farbtemperatur ist die Temperatureinheit Kelvin (K).

Als Referenzmodell zur Bestimmung der Farbtemperatur dient dabei das Spektrum eines idealen thermischen Strahlers(„Schwarzer Körper“, „Schwarzer Strahler“ oder „planckscher Strahler“). Dieser sendet elektromagnetische Strahlung im sichtbaren und unsichtbaren Bereich aus, deren Wellenlängenverteilung allein durch die Temperatur vorgegeben ist. Für reale thermische Lichtquellen (Flamme, Glühbirne, Sonne) gilt das näherungsweise.

Wenn ein Schwarzer Strahler langsam erhitzt wird, durchläuft er eine Farbskala von Dunkelrot, Rot, Orange, Gelb, Weiß bis zum Hellblau. Die Temperatur des Schwarzen Strahlers, bei der mit der zu bestimmenden Lichtquelle die bestmögliche Farbgleichheit besteht, ist die Farbtemperatur des Leuchtmittels. Jeder natürlichen oder künstlichen Lichtsituation kann so ungefähr eine Temperatur zugeordnet werden, mit der sich sodann eine Lichtsituation mathematisch beschreiben lässt.

Da rötliche Farben als „warm“ und bläuliche als „kühl“ empfunden werden, entspricht eine höhere Farbtemperatur einer „kühleren“ Farbe. Gebräuchliche Leuchtmittel haben Farbtemperaturen in den Größenordnungen von unter 3.300 Kelvin (Warmweiß), 3.300 bis 5.300 Kelvin (Neutralweiß) bis über 5.300 Kelvin (Tageslichtweiß).

Für die Praxis der Fotografie und Digitalisierung bedeutet dies, dass je nach den vorhandenen Lichtverhältnissen des Standortes eine bestimmte Farbtemperatur eingestellt werden muss, um eine korrekte Wiedergabe von Farben zu erzielen. In der Digitalfotografie bezeichnet man diesen Vorgang als Weißabgleich.

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Kelvin

In Naturwissenschaft und Technik werden absolute Temperaturen und Temperaturdifferenzen nicht in der allgemein gebräuchlichen Einheit Grad Celsius sondern in Kelvin (Einheitenzeichen: K) angegeben.

Das Kelvin dient auch zur Angabe des Farbeindrucks von „weißem“ Licht. Das Spektrum eines thermischen Strahlers (z.B. Glühbirne, Gasflamme, Sonne) ist durch seine Temperatur gegeben, und entsprechend ordnet man auch dem Licht eines nicht-thermischen Strahlers (z.B. LED, Leuchtstoffröhre) jeweils eine „Farbtemperatur“ zu.

Wird beispielsweise die Farbtemperatur einer LED-Lampe mit 3000 K angegeben, so bedeutet das, dass sie denselben Farbeindruck erzeugt wie ein thermischer Strahler mit einer Temperatur von 3000 K. Diese Farbe würde man als „Warmweiß“ bezeichnen, wobei „warm“ in diesem Zusammenhang nicht mit der Temperatur zusammenhängt, sondern mit der Einteilung von Farben in „warme“ (eher rötliche) und „kalte“ (eher bläuliche) Farben. Somit stehen hohe Farbtemperaturen für eher kalte Farbeindrücke. Gebräuchliche Leuchtmittel haben Farbtemperaturen in den Größenordnungen von unter 3.300 Kelvin (Warmweiß), 3.300 bis 5.300 Kelvin (Neutralweiß) bis über 5.300 Kelvin (Tageslichtweiß).

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